17 Aktive absolvieren die Leistungsprüfung "Wasser"

Regelmäßig unterziehen sich eine oder mehrere Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Ober-und Niederhummel den Prüfungen zum Bayerischen Feuerwehr-Leistungsabzeichen „Wasser“. Heuer waren es insgesamt  17 aktive Mitglieder, 7 davon Jugendliche aus dem eigenen Nachwuchs, die aufgeteilt in 3 Löschgruppen, diesen wichtigen Schritt in der Ausbildung absolvierten. Als Ausbilder fungierten in diesem Jahr Christian Fuß und erstmals Jugendwart Florian Kratzer, der sich auch um den organisatorischen Ablauf der Ausbildung und der Prüfungen kümmerte. Unterstützt wurden beide dabei von Andrea Stemmer.

Die Prüfungen fanden nach den Vorgaben der so genannten Variante 3 statt, das bedeutet Wasserentnahme aus Hydranten mit angedeutetem Innenangriff. Dabei muss neben dem ordnungsgemäßen Aufbau einer Wasserversorgung im Rahmen einer Zeitvorgabe von 300 Sekunden auch der Einsatz von schwerem Atemschutz vorbereitet werden.

Das Schiedsrichterteam bestehend aus Florian Ferdinand, Christian Fuß und Stefan Elfinger bescheinigte allen Gruppen eine saubere Aufbauübung, wenn auch die anfängliche Nervosität manche Teilnehmer beim ersten Test zu einigen kleinen Fehlern verleitete.

Unmittelbar nach den Prüfungen überreichte Schiedsrichter Florian Ferdinand in Anwesenheit von Bürgermeisterin Susanne Hoyer, die die Leistungen der Prüflinge ebenfalls aufmerksam verfolgt hatte, die Abzeichen in den verschiedenen Stufen.

Im Einzelnen wurden bei den drei Tests folgende Stufen erreicht:

Stufe 1 (Bronze): Andrea Heigl, Martin Neumair, Thomas Neumair, Maximilian Paulus, Michael Schamberger, Lukas Schmid, Kevin Talmon-Gros und Selina Talmon-Gros

Stufe 3 (Gold): Christoph Felsl, Leonhard Resch und Andreas Schamberger

Stufe 4 (Gold-Blau): Florian Kratzer und Martin Würfl

Stufe 5 (Gold-Grün): Veronika Kratzer und Tobias Obermeir

Stufe 6 (Gold-Rot): Felix und Tobias Pichlmaier

Nach der Gratulation zur bestandenen Prüfung durch Schiedsrichter Florian Ferdinand dankte Hummels Kommandant Josef Kratzer allen Beteiligten für die Bereitschaft zur Teilnahme an dieser wichtigen Ausbildung. Er zeigte aber auch Verständnis dafür, dass einige Floriansjünger aus beruflichen Gründen nicht an den Prüfungen teilnehmen konnten. „Aber die Arbeit geht halt vor“ so unser Feuerwehrchef. Ein besonderes Vergelt’s Gott gab es für Christian Fuß und Florian Kratzer für die Durchführung der Ausbildung und die Abwicklung der Vorbereitungen sowie der nötigen Formalitäten.

Bürgermeisterin Sabine Hoyer lobte den insgesamt guten Ablauf bei den Prüfungen und stellte klar, dass man auch aus den kleinen Fehlern die sich eingeschlichen hatten, weiter lernen könne. Anschließend lud das Gemeindeoberhaupt nach alter Tradition dann alle Beteiligten zu Speis und Trank ins Floriansstüberl des Hummler Gerätehauses.


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Die 17 erfolgreichen Absolventen des Leistungsabzeichens mit (v.l.): Schiedsrichter Stefan Elfinger und Florian Ferdinand und (v.r):

Kommandant Josef Kratzer, Bürgermeisterin Susanne Hoyer und Schiedsrichter Christian Fuß.

 

 

FPK 2018

Neuwahl des stellvertretenden Kommandanten

Am 5. April war es nach längerer Suche endlich soweit: Es hatte sich ein Kandidat für das Amt des stellvertretenden Kommadante gefunden und die Gemeinde hatte vorschriftsgemäß zur Wahl geladen.

Bürgermeisterin Susanne Hoyer, die die Versammlung leitete, verabschiedete anfangs die bisherige zweite Kommandantin Andrea Stemmer.
Als Abschiedsgeschenk erhielt Andrea von der Gemeinde einen Wellness-Gutschein samt einer Flasche Sekt und einem Blumenstrauß.

Anschließend wurde die Wahl des stellvertretenden Kommandanten abgehalten. Wahlleiterin war Susanne Hoyer, Wahlhelfer waren Christian Fuß und KBR Manfred Danner.
Die 32 anwesenden Wahlberechtigten votierten zu 100% für Martin Würfl (kein Gegenkandidat), der nun seine 6-Jährige Amtszeit antritt. Der verheiratete 32-Jährige Test- und Entwicklungsingenieur ist seit dem Jahr 2000 in unserer (Jugend-)Feuerwehr aktiv und baut derzeit ein Haus in Niederhummel.
In dem dafür vorgesehenem Zeitraum wird Martin nun die erforderlichen Lehrgänge absolvieren.

Abschließend wurde noch eine von der Gemeinde spendierte Brotzeit verspeist.

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v.l.: Kreisbrandrat Manfred Danner, neuer stellvertretender Kommandant Martin Würfl, ehemalige stellvertretende Kommandantin Andrea Stemmer, Bürgermeisterin Susanne Hoyer und Kommandant Josef Kratzer

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Die Kommandanten-Kordel für die Schirmmütze, sowie die silbernen Kragenspiegel stiftete Kommandant Josef Kratzer persönlich.

Richtiger und sicherer Umgang mit der Motorsäge

Die überwiegende Anzahl der Einsätze bei den Freiwilligen Feuerwehren sind seit Jahren so genannte „Technische Hilfeleistungen“. Insgesamt 14-mal wurde auch die Freiwillige Feuerwehr von Ober- und Niederhummel im vergangenen Jahr zu solchen Einsätzen gerufen. Meist machten Unfälle im Straßenverkehr den Einsatz unserer Feuerwehr erforderlich, aber auch das Einsatzstichwort „Baum auf Fahrbahn“ ist immer öfter auf dem Alarmfax zu lesen. Daher ist es Kommandant Josef Kratzer sehr wichtig, dass die Einsätzkräfte auch für diese, manchmal nicht ganz ungefährlichen Situationen, bestens ausgebildet sind. Und wer könnte den Floriansjüngern den Umgang mit umgestürzten oder zu fallen drohenden Bäumen besser erklären als ein Fachmann, der tagtäglich mit dieser Materie zu tun hat? Förster Bernd Lang war spontan bereit nach Hummel zu kommen und 12 aktiven Wehrmännern (4 Hummel, 2 Gaden, 3 Eitting, 2 Eittingermoos und 1 TU Garching) sowie drei weiteren privaten Teilnehmern in einem zweitägigen Lehrgang die notwendigen Kenntnisse für den richtigen und sicheren Umgang mit der Motorsäge zu vermitteln.

 

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     Farbkontrast im sonst grünen Wald: Sichere und auffällige Schutzausrüstung - ein „Muss“ bei der Waldarbeit.

 

Mit einer Prüfung am Ende der Ausbildung, die aus 2 Modulen in Theorie und Praxis bestand, erwarben die Kursteilnehmer die Berechtigung, Bäume mit einem Durchmesser von bis zu 20cm (in Brusthöhe) zu fällen und bereits liegendes Holz aufzuarbeiten.

 

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             Keine wilde Müllkippe, sondern notwendige Utensilien zur Waldarbeit

 

Der theoretische Teil der Ausbildung fand im Schulungsraum des Hummler Gerätehauses statt, für den praktischen Teil hatte Revierförster Michael Schwemmer von den Bayerischen Staatsforsten freudlicherweise den "Arbeitsplatz Wald" sowie das notwendigen Schnittmaterial zur Verfügung gestellt.

FPK 2018

Eine Übung, die hoffentlich nie zum Ernstfall wird

Ein wahres Horrorszenario hatten sich Planer Hans Neumair von der FFW Ober- und Niederhummel, unterstützt von Berufsfeuerwehrmännern der TU München, für eine Übung der Feuerwehren des Abschnittes IV/3 im Rahmen der „Aktionswoche der Feuerwehren“ (früher Brandschutzwoche) ausgedacht. Ein illegales Autorennen dreier Fahrzeuge auf der Ortsverbindungsstrasse zwischen Marzling und Oberhummel sollte beim Sägewerk in Windham ein tragisches Ende finden. Dort war ein Langholzzug gerade dabei, vom Betriebsgelände in die Strasse einzubiegen als der erste PKW mit voller Wucht in den Nachläufer des LKW’s krachte und darunter eingeklemmt wurde.

 

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Angenommenes Ende eines illegalen Autorennens: Ein PKW kracht in einen Langholzlastwagen, zwei Menschen sterben sofort

 

Der zweite PKW konnte dem Hindernis gerade noch ausweichen, rast über das Sägewerksgelände und prallt gegen das Betriebsgebäude. Die Fahrerin des dritten Fahrzeugs versucht ebenfalls noch auszuweichen, aber die Fahrt endet jäh an einem abgestellten Holzwagen und das Fahrzeug verkeilt sich unter dem Anhänger. Ein zum Unfallzeitpunkt vor dem Hänger stehender Fußgänger wird dabei vom PKW erfasst und stirbt noch an der Unfallstelle.  

 

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Der driite PKW hat einen Fußgänger erfasst der ebenfalls nicht überlebt und bleibt unter einem Holzanhänger stecken

 

Der Fahrer des Langholzfahrzeuges steht völlig unter Schock neben dem ersten Unfallfahrzeug bei seinem LKW. Im Sägewerk bemerkt man den Unfall und setzt sofort einen Notruf ab. Daraufhin werden von der Leitstelle Erding gemäß Stichwort „THL 4“ neben Rettungsdienst und Polizei Einsatzkräfte der Feuerwehren Oberhummel, Gaden, Langenbach, Moosburg sowie das Kreisbrandkommando alarmiert.

Wenige Minuten nach dem ersten Notruf fängt der PKW beim Sägewerk Feuer und die Flammen greifen rasch auf das Betriebsgebäude über. Deshalb wird vom Sägewerksbetreiber ein weiterer Notruf abgesetzt.

 

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Das zweite Auto, das am Betriebsgebäude zum Stehen kam, fängt Feuer und die Flammen greifen auf das Sägewerk über

 

Bedingt durch die neue Lage, werden nun von der Leitstelle nach Stichwort „B 4“ weitere Kräfte der Wehren aus Thonstetten, Marzling, Inkofen, Plörnbach sowie von der FFW Freising das Modul Wasserförderung mit dem Fahrzeug 12/1 und die Drehleiter der Wache 2 angefordert. Unterwegs sind nun auch die „Unterstützungsgruppe "Örtliche Einsatzleitung“, ABC – Erkunder und ein technischer Fachberater des THW.

Nach dem Eintreffen der ersten Fahrzeuge an der Einsatzstelle und der Erkundung der Lage, übernehmen Kräfte der Wehren aus Oberhummel, Gaden, Moosburg, Thonstetten und Plörnbach Brandbekämpfung und Gebäudeschutz. Der Fahrer des brennenden Unfall-PKW am Betriebsgebäude konnte bis dahin seinen schwer verletzten Beifahrer, der nicht angeschnallt war, aus dem Fahrzeug befreien, zog sich dabei aber Verbrennungen an den Armen zu. Sie werden sofort von Kräften des anwesenden Rettungsdienstes erstversorgt.

 

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Das Sägewerk gerät nach dem Aufprall des zweiten PKW in einen angenommenen "Vollbrand"

 

Für eine ausreichende Wasserversorgung an der Einsatzstelle wird von der FFW Freising eine lange Schlauchleitung zum Wasserentnahmestelle am Mühlbach in Oberhummel aufgebaut und auch die Durchflussmenge der örtlichen Wasserleitung wird mit technischen Maßnahmen für die Dauer des Einsatzes erhöht.

Zeitgleich zum Löschaufbau kümmern sich die Feuerwehren aus Langenbach und Marzling um die Opfer in den beiden anderen Unfallfahrzeugen. Im PKW, der unter dem Langholzzug eingeklemmt ist, sind Fahrer und Beifahrer beim Eintreffen der Retter schon ihren schweren Verletzungen erlegen, zwei weitere Personen auf der Rückbank sind schwer verletzt und im PKW eingeklemmt. Zunächst werden die Personen von Kräften des Rettungsdienstes so gut als möglich stabilisiert, dann beginnen die Helfer unter Zuhilfenahme von schwerem technischen Gerät die Befreiung der Opfer.

 

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Die FFW Langenbach beginnt mit der Befreiung der eingeklemmten Personen auf der Rückbank des ersten PKW

 

Auch im dritten PKW unter dem Holzanhänger sind mehrere Personen schwer bis mittelschwer verletzt und eingeklemmt. Hier beginnt die FFW Marzling nach der Erstversorgung der Opfer durch den Rettungsdienst mit der Befreiung.

Bei beiden eingeklemmten Fahrzeugen muss das komplette Dach des Fahrzeugs mit entfernt werden, um die verletzten Personen aus dem Fahrzeug zu befreien.

Parallel zur laufenden Personenrettung wird von der Schnelleinsatzgruppe des BRK Freising in einem neben der Einsatzstelle gelegenen Holzstadel eine Verletzten- Sammelstelle eingerichtet, wo die Unfallopfer nach ihrer Befreiung weiterversorgt werden können.

Für einen besonders realistischen Übungsablauf sorgte das Notfalldarstellunsgsteam der Wasserwacht Moosburg. Einige Mitglieder, die dankenswerterweise die Opfer „spielten“, waren täuschend echt als Unfallopfer zurecht gemacht.

Die Gesamtleitung der Großübung lag bei Kreisbrandrat Manfred Danner, er war auch für die Absprache unter den einzelnen Abschnitten zuständig.

Hans Neumair kümmerte sich, zusammen mit Michael Lenzewski, um die Technische Hilfeleistung und die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst.

Michael Reffgen zeichnete für die Brandbekämpfung verantwortlich und Alois Neumair war für Wasserversorgung und die lange Schlauchleitung zuständig.

Neben zahlreichen weiteren Beobachtern waren auch Landrat Josef Hauner, Kreisbrandinspektor Rudolf Schindler und natürlich auch unsere Bürgermeisterin Susanne Hoyer an der Übungsstelle.

Ein besonderes „Highlight“ an diesem Tag war die Anwesenheit einiger Mitarbeiter des Forschungsprojekts „CopKa“ der Technischen Universität München. „CopKa“ ist ein Satellitenbasiertes SAR- (Search and Rescue = Suchen und Retten) System, das Einsatzbilder in Echtzeit über geostationäre Satelliten übertragen kann. Es soll eine zukünftige Anwendung für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben werden, die Leitstellen, Feuerwehren, Rettungsdienste, Polizei und Katastrophenschutz bei größeren Einsätzen eine schnelle Übersicht über das Einsatzgeschehen ermöglichen soll. So ist ein Übertragen von Livebildern in Echtzeit an die Leitstelle ebenso möglich wie das schnellere Auffinden von verletzten Personen und das Erkennen von Gefahren für das Einsatzpersonal vor Ort durch Gesamtübersicht und Infrarotbilder. Das System ist technisch so konstruiert, dass es problemlos in moderne Löschfahrzeuge eingebaut werden kann.

 

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Eine Drohne sorgt für Übersicht bei Großeinsätzen

 

 Bei der Übung in Windham hatte das Forschungsteam eine drahtlose HD-Kamera und eine Drohne (Copter) mit HD- und Infrarotkamera im Einsatz.

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So sieht der Copter die Übungsstelle bei eintretender Dämmerung (Quelle TV1/miniCaster)

 

    

Nach Übungsende trafen sich dann alle rund 150 Beteiligten im Gerätehaus in Niederhummel, wo bei einer kleinen Brotzeit, von der Gemeinde Langenbach „gestiftet“, von KBR Manfred Danner und Organisator Hans Neumair nochmals eine kurze Bilanz des Übungsablaufs gezogen wurde.

Die Großübung in Windham hat gezeigt, dass unser regionales Rettungssystem bestens funktioniert. Eindrucksvoll demonstriert wurde auch, welche aufwendige Technik für die Rettung von Opfern aus manchen Unfallszenarien heute erforderlich ist. Dank der Unterstützung von Freistaat und Kommunen ist diese Technik auch weitgehend vorhanden. Dennoch ist die wichtigste Voraussetzung bei der Rettung von Menschen, Tieren und Sachwerten stets die Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Helfer. Es ist eine große gesellschaftliche Aufgabe dafür zu sorgen, dass immer wieder Frauen, Männer und gerade Jugendliche auch in Zukunft bereit sind, diese Aufgaben übernehmen.

Aber wer erst einmal wirklich dabei ist, wird auch merken, „Helfen tut gut“!

 

Übrigens: Es gibt auch eine Fotostrecke und das Übungskonzept.

 

 

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